Wissensgeschichte der Architektur Band III (kartoniertes Buch)

Vom Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit
ISBN/EAN: 9783945561041
Sprache: Deutsch
Umfang: 552 S.
Format (T/L/B): 3.2 x 24 x 17 cm
Auflage: 1/2014
Einband: kartoniertes Buch
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Die Geschichte des Bauens basiert bis weit in die Moderne auf praxisnahen Wissenstraditionen der Handwerker, Baumeister und Architekten. Solches "handlungsimplizite Wissen" ermöglichte die Monumentalbauten der frühen Hochkulturen, die modellgebende Architektur und Infrastrukturtechnologie der griechischen und römischen Antike, die Sakral- und Wehrbauten des Mittelalters sowie die riskanten und innovativen Bauprojekte der Renaissance. Das den großen Bauleistungen der Vergangenheit zugrunde liegende Wissen und seine Entwicklung ist Gegenstand der hier vorgelegten Wissensgeschichte der Architektur, die gemeinsam von der Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte) in Rom und dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin initiiert wurde. Die Forschungen, deren wesentliche Ergebnisse hier vorgelegt werden, haben sich auf zentrale Aspekte der Wissensgeschichte der Architektur konzentriert, insbesondere auf das Planungswissen, das Materialwissen, das bautechnische Wissen und das logistische Wissen. Die Autoren dieses Bandes sind Archäologen, Altorientalisten, Ägyptologen, Bauforscher, Wissenschafts- und Kunsthistoriker. Der erste Band (Studies 3) behandelt diese Aspekte für das Neolithikum und den Alten Orient. Der zweite Band (Studies 4) umfasst Beiträge vom Alten Ägypten bis zum Antiken Rom. Der dritte Band (Studies 5) ist dem Zeitraum vom Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit gewidmet. Die verschiedenen Epochen werden durch systematisch strukturierte Überblicksartikel zum Bauwissen abgedeckt. Zusätzliche Forschungsbeiträge nehmen einzelne Aspekte von Bauwissen und ihre Hintergründe in den Blick. Die Bände der Serie Studies der Max Planck Research Library for the History and Development of Knowledge sind zentralen Themen der Geschichte und Entwicklung des Wissens gewidmet. Perspektiven aus unterschiedlichen Bereichen werden zusammengebracht, und auf Quellen gestützte empirische Forschung wird mit theoretisch ausgerichteten Ansätzen verknüpft. Die einzelnen Bände behandeln neue, integrative Ansätze interdisziplinärer Forschergruppen.
Jürgen Renn ist Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, Honorar Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin, Honorar Professor für Physik an der Freie Universität Berlin, Dozent für Philosophie und Physik an der Boston University. Er untersucht die Wechselwirkung von kognitiven und kontextuellen Faktoren in der Wissenschaftsgeschichte. Seine Schwerpunkte liegen auf der Entstehung der Mechanik in der Antike, der Wechselwirkung von praktischem und theoretischem Wissen in der Renaissance und frühen Neuzeit sowie dem Übergang von der klassischen zur modernen Physik, insbesondere der Geschichte der Relativitätstheorie.